Was Sie über den BMI wissen sollten
Leonardo hat versucht, die menschliche Gestalt einzukreisen und zu quadrieren. Wir lassen es lieber bleiben, den menschlichen Körper zu zylindrieren oder einzuwürfeln.
KI-generierte Illustration.
Was ist der BMI?
Die Formel
Der Body Mass Index (BMI) ist die Masse oder das Gewicht (kg) des Körpers, dividiert durch das Quadrat der Höhe oder Grösse (m). Die Einheit des BMI ist kg/m2. Die Formel ist vom belgischen Mathematiker Adolphe Quetelet schon im neunzehnten Jahrhundert vorgeschlagen worden. Der Index ist bis heute im Gebrauch, zuerst nach seinem Erfinder benannt, seit 1972 als »Body Mass Index«.
Ein Rechenbeispiel. Der BMI misst keinen Körperfettanteil.
Weder dicke Würfel noch schlanke Zylinder
Wären grossgewachsene Menschen einfach massstäblich vergrösserte Versionen von kleinen, so wie grosse gegenüber kleinen Würfeln, dann müsste der BMI das Gewicht dividiert durch die Grösse hoch drei sein.
Wären grossgewachsene Menschen einfach verlängerte Versionen von kleinen, so wie lange gegenüber kurzen Zylindern mit jeweils gleichem Durchmesser, dann müsste der BMI das Gewicht dividiert durch die einfache Grösse (hoch 1) sein.
Die meisten grossgewachsenen Menschen sind etwas zwischen diesen beiden Versionen, deshalb scheint das Gewicht geteilt durch das Quadrat der Grösse (hoch 2) der Wirklichkeit am nächsten zu kommen.
BMI und Gesundheit
Das Fett ist entscheidend, nicht die Masse
Was die Gesundheit betrifft, haben sich übermässige Fettpolster als nachteilig erwiesen. Ganz anders, nämlich positiv, verhält es sich mit überdurchschnittlicher Muskelmasse.
Der BMI unterscheidet nicht zwischen Fett und fettfreier Masse. Trotzdem ist er laut Statistik bei etwa 73 Prozent der Menschen ein ganz passabler Anzeiger des Körperfettanteils.
Anscheinend hat also der BMI in drei von vier Fällen einen akzeptablen Bezug zur Gesundheit und ist in einem Fall wohl nicht sehr sinnvoll.
Körperfettanteil oder BMI?
Obwohl der Körperfettanteil mehr über die Gesundheit aussagt, hat auch er seine Nachteile: Körperfettwaagen sind zwar einfach zu benützen, aber ungenau, und bessere Methoden sind sehr kompliziert und benötigen geschultes Personal.
Dagegen lässt sich der BMI aus zwei einfachen Messungen berechnen, die in den meisten Fällen recht genau sind.
Das mag erklären, warum der BMI noch immer die meistbenützte Schätzmethode für den Körperfettanteil ist.
Aktuelle Einordnung und Grenzen
Der BMI ist das Gewicht in Kilogramm geteilt durch das Quadrat der Körpergrösse in Metern: BMI = kg / m². Beispielsweise ergeben 75 kg bei 1,80 m einen BMI von etwa 23,1. Er dient der ersten Einordnung und misst den Körperfettanteil nicht direkt.
Der BMI unterscheidet nicht zwischen Muskeln, Fett, Knochen und Körperwasser. Berücksichtigen Sie auch Krankengeschichte, Körperzusammensetzung und weitere Befunde. Die üblichen BMI-Kategorien für Erwachsene und das SBMI-Modell dieser Website sind unterschiedliche Einordnungen; beide stellen keine individuelle Diagnose.
